Rosenmontagsbilanz der Kölner Bundespolizei

„Wo sind meine Eltern?“: Siebenjähriger „Karnevalsjeck“ in Obhut der Kölner Bundespolizei
27. Februar 2017
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27. Februar 2017

Rosenmontagsbilanz der Kölner Bundespolizei

Die Anreisephase der Jecken mit dem öffentlichen Personenverkehr nach Köln verlief bis auf drei festgestellte Taschendiebstähle weitestgehend störungsfrei.

Der Schwerpunkt für die Bundespolizei lag neben den Kölner Randbahnhöfen ausschließlich auf dem Kölner Hauptbahnhof. Rund 300 Polizeibeamte und Zivilkräfte waren im Einsatz, um größtmögliche Sicherheit für die Karnevalsteilnehmer in den Bahnhöfen und Zügen zu gewährleisten. Zur besseren Identifizierung möglicher Täter wurde auf die neu installierte Videotechnik am Kölner Hauptbahnhof zurückgegriffen. Die am Kölner Hauptbahnhof zusätzlich eingerichtete Containerwache der Bundespolizei wurde von den Reisenden positiv angenommen.

Zwei Jugendliche wurden in Gewahrsam genommen, weil sie aufgrund Alkoholkonsums (jeweils Atemalkoholwert von 1,8 Promille) nicht mehr sicher waren. Die Jugendliche wurden dem Jugendamt Köln übergeben.

Um 14.40 Uhr wurde ein 19jähriger Bonner kontrolliert, der eine geringe Menge von Marihuana (4 Gramm) mit sich führte. Das unerlaubte Betäubungsmittel wurde beschlagnahmt.

Gegen 15:15 Uhr wurde ein 17jähriges Mädchen von einem 16jährigen sexuell belästigt. Der Täter wurde festgenommen und nach seiner Vernehmung wieder entlassen.

Zwei Körperverletzungen wurden registriert, dabei handelte es sich um alkoholbedingte Straftaten. Hierbei gerieten zwei Personen aus dem Trinkermilieu aneinander. Die beiden Kontrahenten mußten durch Polizeikräfte getrennt werden. Nach der gegenseitigen Attacke waren jedoch keine Verletzungen sichtbar. Die zweite Körperverletzung erfolgte auf der Domplatte, wobei der Geschädigte den Täter erst zwei Stunden später im Kölner Bahnhof wiedererkannte. Der Geschädigte zog sich bei der Schlägerei ein deutliches Hämatom am Auge zu.

Um 18.45 Uhr ereignete sich im Bereich des Bahnhofs Hürth-Kalscheueren ein Personenunfall. Ein 20jähriger Mann fiel nach unachtsamen Verhalten vom Bahnsteig in die Gleise. Der herannahende Zug leitete eine Schnellbremsung ein, glücklicherweise wurde der Mann nicht vom Zug erfaßt. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, die genauen Verletzungen stehen noch nicht fest. Durch diesen Vorfall kam es auf der Strecke zwischen Köln und Bonn zu bahnbetrieblichen Verspätungen.

In der Abreisephase mußte zwischen 18.55 Uhr bis 19.04 Uhr die A-Passage des Hauptbahnhofes wegen hohem Reisendenaufkommen für einige Minuten gesperrt werden.

Durch die Einsatzkräfte wurden am Rosenmontag rund 170 polizeirechtliche Maßnahmen durchgeführt. Es handelt sich hierbei vorwiegend um Platzverweise, Personenkontrollen, Gefährderansprachen und strafrechtliche Ermittlungen.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat die Bundespolizei insgesamt 23 Straftaten vorwiegend wegen Diebstahl, Körperverletzung, Sachbeschädigung registriert.

Die Zahlen können sich durch nachträgliche Anzeigenerstattungen ändern. Zudem gibt die Anzahl keine Auskunft über die etwaigen Tatorte, da die Bundespolizei, unabhängig vom Tatort, jede Strafanzeige aufnimmt.

Der Leiter der Bundespolizeiinspektion Köln, Helmut Langenbach ist mit dem Einsatzverlauf durchaus zufrieden: „Die bisherigen Einsätze und Straftaten spiegeln das normale Einsatzgeschehen wie an einem Samstagabend wieder. Unser Ziel, daß Besucher den Kölner Karneval am Rosenmontag sicher über die Schienenwege erreichen und ebenso sicher auch wieder zurückkommen, wurde erreicht.“

Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin/Bundespolizeiinspektion Köln – Pressestelle

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