StattGarde hat für Captain´s Dinner neue Heimat im Theater am Tanzbrunnen gefunden

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-hjä- „Us der Reih gedanzt“, ist am heutigen Samstag frei nach dem Rosenmontagsmotto 2018 die StattGarde Colonia Ahoj, die bei ihrer ersten öffentlichen Veranstaltung eine Woche nach der Sessioneröffnung von der linken Rheinseite auf die „Schäl Sick“ wechselte. Wenngleich das Theater am Tanzbrunnen bei der Bankettbestuhlung gegenüber dem Bankettsaal der „Kölschen Hofburg“ annähernd die gleiche Anzahl von Plätzen bietet, so hat der phantastischen Rundbau dennoch gleich mehrere Vorteile für die Gesellschaft.

Zum einen ist die Deckenhöhe erheblich höher als im Pullman Cologne. Zum anderen haben die Gäste etwas mehr Beinfreiheit, da durch die Bauweise die Tische anders gestellt werden können. Und dies machten sich die StattGarde nach ihrem zehnjährigen Aufenthalt im Pullman Cologne zu nutzen und verabschiedete sich mit ihrem Captain´s Dinner aus der Helenenstraße 14 in Richtung Rheinparkweg 1.

Herzlich, wie man die schwul-lesbisch-heterosexuelle Karnevalsgesellschaft kennt, galt allen Gästen der einheitliche Empfang, die nach dem Ablegen der Garaderobe den Saal betraten und auf einen geschlossenen Vorhang blickten. Dieser öffnete sich Punkt 18.50 Uhr und gab das Geheimnis des neuen Bühnenbildes frei, welches extra für die Kultveranstaltung geschaffen worden war. Dieses zeigt eine Schiffbrücke, wie man sie von den großen Luxuslinern der Weltmeere kennt, auf dem der die Vorstandsdamen und -herren neben ihrem Kapitän und Präsidenten André Schulze Isfort das am 31. März 2003 zu Wasser gelassene „Ursula-Böötchen“ steuern und später die Plätzte für den Elferrat räumte.

Nach dem dreimaligen erklingen des Schiffshorn, legte das Traumschiff der StattGarde ab und versorgte mit insgesamt 124 mit kölschen Köstlichkeiten gefüllten Platten die Gäste, die sich fürs diesjährige Captain´s Dinner entschlossen hatten. Logistisch wieder ein Meisterwerk, wie ein seit Jahren und funktionierten wie ein Schweizer Uhrwerk, brachte die StattGarde-Crew diese Leckereien innerhalb weniger Minuten an die Tische, womit bestens versorgt die abendlichen Show beginnen konnte.

Bei diesem Opening präsentierte sich die StattGarde rheinisch und kölsch unter dem Motto der „fünf kölsche Johreszicke“, wo mehr als 80 Akteure auf dem Podium im Theater am Tanzbrunnen standen. Hierzu holte man zu den Märschen der neun Kölner Traditionskorps und rheinischen Fastnachtsklassikern die „Plaggeköpp“ und die Gardisten der Traditionsgesellschaften op de Bühn´, die fast vollständig vertreten waren und ein beeindruckendes Bild vor der Kulisse des närrischen Eventschiffes abgaben. Tänzerisch, musikalisch präsentierten sich die Größen der Kölner Travestie-Szene, die den Bogen zwischen Karneval und ihrem Metier schlugen.

Die „Plaggeköpp“, des Stammtisches der Fahnen- und Standartenträger der im Festkomitee angeschlossenen Gesellschaften, sollen wie in den Vorjahren auch im November 2018 wieder mit von der Partie sein, wie dies André Schulze Isfort in seinen Dankensworten verpackte. Hiernach gehörte der Bühnenboden Schlagersängerin Nicole, die ihrem Erfolgshit „Ein bisschen Frieden“ 30 Minuten für Ihren Auftritt eingeplant hatte. Mit einem Sparbuch in Höhe von € 22.222,22 bedankte sich sodann der vor drei Jahren gegründete Förderverein „Die Reederei e.V.“ unter ihrem Vorsitzenden Udo Gillrath, der sich hiermit beim neuen Bühnenbild und anderen Projekten der StattGarde n diesem Jahr beteiligt hat.

Schlag auf Schlag folgte hiernach das Programm, wobei „The Best of Rosa Karneval“ den Anfang machte. Nach den Hits von Marita Köllner („Et fussisch Julche“), „Kuhl un de Gäng“ sowie dem komplett neuen Sessionsprogramm der StattGarde entließ André Schulze Isfort die Gäste zur Pause aufs Promenadendeck.

Gefeiert und mit stehenden Ovationen belohnt – wie alle bisher gezeigten Programmnummern-, wurde mit der Eröffnung der zweiten Abteilung die Bürgergarde „blau-gold“, die in voller Stärke mit ihrer Marie Denise Willems und dem Tanzoffizier Marc Nelles und den Musikern ihres Regimentsspielmannszuges einen Vorgeschmack auf ihr Bühnenspektakel tänzerisch musikalisch zeigten. Desweiteren im Programm als Highlights des Capatin´s Dinners der StattGarde, die „Big Maggas“, die von der Waterkant nach Köln gekommen waren, sowie die Tanzgruppe „Höppemötzjer“ mit ihrer neuen Marie Melisa Menderes und ihrem Tanzoffizier Niklas Wilske, sowie vor der Foyer-Party mit DJ Henry, die „Höhner“, die ihre Hits der letzten Jahre und aktuelle Songs mitbrachten.

Mit der StattGarde feierten unter anderem zahlreiche Freunde und Ehrengäste wie Markus Gottschalk (Prinzen-Garde Köln und Festkomitee), Bernd Höft (Festkomitee), der Pressesprecherstammtisch des Kölner Karnevals „Medienklaafer“, sowie Elfi-Scho Antwerpes als Erste Bürgermeisterin Kölns, der man mit der Verleihung des 1. „Hans David Tobar“-Preises für ihren unermüdlichen Einsatz (unter anderem Ehe für Alle, CSD) für Homosexuelle Männer und Frauen dankte.

Als positiver Nebeneffekt der Veranstaltung sei zu erwähnen, daß der niederländische Bettenhersteller Auping und gleichzeitig treuer Partner der StattGarde Colonia Ahoj, wieder ein hochwertige Boxspringbett zur Verfügung gestellt hatte, das mit dem Ziel mindestens € 10.000,00 einzubringen zur Unterstützung benachteiligter Kinder an die durch den Kölner Ex-Prinz Holger Kirsch gegründete Aktion „Lachende Hätze e.V.“ versteigert wurde.

Quelle (Text und Fotos): © 2017 Heike Jäckel/typischkölsch.de
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