Irischer Tabdance zu kölsche Tön überraschte bei Mädchensitzung der „Schnüsse Tring“ und Fidelen Fordler

Neues Kölner Dreigestirn im Gürzenich proklamiert
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-hgj/nj- Mit ihrer gemeinsamen Mädchensitzung, welche die beiden Kölner Karnevalsgesellschaften Alte Kölner KG „Schnüsse Tring“ und KKG Fidele Fordler in der vergangenen Session aus der Taufe gehoben haben, ging es heute Abend mit der zweiten Auflage im großen Saal des Maritim Hotel weiter.

Nach den sehr zufrieden stellenden Zuschauerzahlen im in der Session 2017, konnten die beiden Gesellschaften in diesem Jahr eine kräftige Steigerung erleben, womit man nach einer absolut harmonisch verlaufenen 2. Mädchensitzung zufrieden in die Zukunft schaut. Während durch die feierliche Proklamation des Kölner Dreigestirns die feine Gesellschaft Kölns in den Gürzenich gelockt wurde, vergnügten sich nur wenige Meter entfernt rund 1.300 raderdolle Mädchen, die sich in ihren bunten wie ideenreichen Kostümen den Rang abliefen.

Gestartet wurde mit Komponist und Schlagersänger Olaf Henning, dem die Wiever und Mädcher im Saal einen herzlichen Empfang bereiteten und ihn nicht ohne Zugaben vor der Bühne ließen. Wortgewandt mit spitzer Zunge, präsentierte sich vor der kölsche Kultband „Höhner“ Martin Schopps, der das aktuelle Zeitgeschehen und die Probleme aufs Korn nahm, welche ihm sein Schüler bereiten.

Für eine besondere Überraschung sorgten sodann die „Höhner“ die neben neuen und klassischen Hits ihres Repertoires zusammen mit der Violinistin Lidia Dobrzhynets auch von „David Geaney + The Geaney Girls“ begleitet wurden. Gerade die fünf irischen Damen (Anne Marie Keaney, Caetten Simpson, Shaunagh Smith, Shauna Ryan und Catriona O‘Neil) und David Geaney aus Kerry, hatten es dem Publikum mit ihrer Tabdance-Nummer zu eigenen und „Höhner“-Klängen angetan. Kein Wunder denn David Geaney ist ein Meister seines Faches und kam im vergangenen Jahr in der dritten Britain’s Got Talent-Runde (Anm. d. Red.: Britannien sucht den Superstar) ins Halbfinale und trat nach diesem Auftritt nur noch im Gürzenich während der Proklamation auf, wofür er mit seinen Tänzerinnen nach Köln eingeflogen worden war.

Ihre Eigengewächse präsentierte sodann die Alte Kölner KG „Schnüsse Tring“, die hierzu ihre beiden Tanzgruppen den Kammerkätzchen und Kammerdiener Klein und Jugend aufziehen ließen und sich sehr fit für die bevorstehenden närrischen Wochen zeigten. Nach dem Auftritt von „Kasalla“ reichte Sitzungsleiter Achim Kaschny (Präsident der „Schnüsse Tring“) seine Moderation an Willi Rothenbücher weiter, der nach der Pause als Präsident der KKG Fidele Fordler, den zweiten Teil des Abends im Maritim bestritt.

Mit „Querbeat“ gelang ein fulminanter Einstieg in die zweite Abteilung, die mit ihren bekannten und neuen Brasstönen die Damen nicht mehr auf die Stühle ließen, es sei denn, das man diese statt zum Sitzen zum Stehen als Podest benutzte. Nach dem verdienten Applaus und ihren Zugaben räumten die Bonner Musiker das Bühnenparkett und machten für Guido Cantz Platz der wieder eloquent in seiner Type als „Der Mann für alle Fälle“ genau die Worte fand, welcche die Mädchen im Saal hören wollten. Mit dem nachfolgenden Tanzcorps standen die jungen Damen und Herren auf der Bühne die ihre Heimat bei den Fidelen Fordlern gefunden haben und deren Aushängeschild weit über Kölns Grenzen hinaus sind.

Der Abschluß des bunten und gut gemischten Programms gehörte alsdann den beiden Bands des Kölschen Kleeblatts „Bläck Fööss“ und „Brings“, die viele Damen dazu animierten nicht nur während ihren Auftritten zu singen, schunkeln und tanzen, sondern gleich die Karten fürs nächste Jahr zu bestellen, wenn die Alte Kölner KG „Schnüsse Tring“ zusammen mit der KKG Fidele Fordler zum dritten Mal zur Mädchensitzung in die Nobelherberge am Heumarkt einladen.

Quelle (Text und Fotos): © 2018 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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