Blaue Funken leisteten 38 Stunden in Folge ehrenamtliche Arbeit zur Förderung und Erhaltung des Kölnischen Brauchtums

Kölner Dreigestirn stattete G.M.K.G. unerwarteten Besuch ab
20. Januar 2018
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-hgj/nj- 38 Stunden durchgehend im Ehrenamt befanden sich bis heute Abend die Blauen Funken, die zurzeit nicht mehr aus dem Feiern beziehungsweise aus der Förderung und Erhaltung des Kölnischen Brauchtums Karneval herauskommen. So folgte nach der gestrigen Sitzung im Kristallsaal nun die FunkenKostümSitzung blau weiß in gleichem Haus, die im Übrigen bereits kurz vor 18.00 Uhr startete, damit die kostümierten Gäste nach der Sitzung länger feiern und die Aktiven der Kölner Funken Artillerie blau weiß in der Nacht zum Sonntag (vielleicht einmal) ausschlafen konnten.

Zum zweiten Male begleiteten zwei Gebärdendolmetscher die komplette FunkenKostümSitzung simultan, die das Traditionskorps aufgrund guter Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde St. Georg gewinnen konnte. Diese engen Bande gehen darauf zurück, daß in dieser Pfarrei seit mehreren Jahren die Regimentsmesse der Blauen Funken zelebriert wird und irgendwann die Idee dieser Geste für Hörbehinderte Mitmenschen geboren wurde. Damit die Klientel die Gebärden der Dolmetscher noch deutlicher erleben konnten, war für Gäste, die diese Unterstützung benötigen ausreichend Platz im vorderen Block des Koelnmesse-Saales für sie und ihre Begleitung reserviert.

Mit dem nicht enden wollenden Einzug der Kölner Funken Artillerie, die durch ihren Regimentsspielmannszug in den Saal geleitet wurden, eröffnete Sitzungsleiter Björn Griesemann den Abend, der neben seinem Vater und Präsidenten Peter Griesemann, auch den Generalpostmeister Ewald Hohr, den Generalpostmeister Frank Levy und Dieter Schwadorf als Kamelle- und Wurfmateriel-Lieferanten der Blauen Funken mit deren Gästen begrüßte. Ab hier übernahm dann Korpskommandant Thomas Klinnert den Part des Korpsaufzuges, der im Wechsel die Musikmedleys des Regimentsspielmannszuges und die Darbietungen des Tanzpaares mit den Artillerietänzern anmoderierte.

Nach dem Abzug des blau-weißen „Schmölzjes“ von der Bühne, übernahmen die „Bläck Fööss“ das Podium des Kristallsaales, die den Bogen weit spannten und aus ihrem mannigfaltigem Liedgut neben ihren aktuellen Sessionshits bis in die ersten Jahre ihres Bestehens zurückgriffen. Nach Martin Schopps, der mit seiner „Rednerschule“ wie in jedem Saal Erfolge feierte, standen die „Höhner“ auf der Bühne, die das jecke Volk im Parkett mit Liedern wie „Schenk mir Dein Herz“, „Echte Fründe“, „Sing mit mir!“ und „Wir sind für die Liebe gemacht“ begeisterten.

Wenn auch die FunkenKostümSitzung, wie alle Blauen Funken-Sitzungen Highlights sind, so hatte Programmgestalter Gerd Wodarczyk vorgesorgt und den „Mann für alle Fälle“ (Guido Cantz) engagiert, der wortgewandt über eine halbe Stunde einen Lacher nach dem anderen produzierte und mit Standing Ovations und Zurufen verabschiedet wurde. Zu jeder guten Sitzung gehört im Kölner Karneval mindestens ein erstklassiges Tanzcorps, für die die Tanzgruppe „De Höppemötzjer“ der Kölner Narren-Gilde gewonnen werden konnte, die unter den zahlreichen Tanzgruppen und Tanzkorps ganz weit vorne agieren. Nach den beeindruckenden Hebungen, Würfen und Schritt-Techniken dankte Björn Griesemann den Tänzerinnen und Tänzern sowie dem begeisterten Publikum, und lud die Gäste seiner Gesellschaft zum resten in die Pause ein.

Die Schnüre die die beiden ältesten Korpsgesellschaften seit je her verbinden sind sehr eng miteinander verwoben, so daß es nahe lag die Brüder der Kölsche Funke rut-wieß zum Auftakt der zweiten Halbzeit mit ihrer Bühnenrepräsentanz einzuladen. Dem folgte das 1823 gegründete Korps sehr gerne, das hierbei mit mehren Bussen anreisten und vom kleinsten Roten Funk bis hin zu den hohen Herren des Funken-Majorats alles mitgebrachten hatten, um die Bühne des Kristallsaals an seine Kapazität zu bringen. So reichte für viele Funken, das Podium nicht aus, so daß man sich entlang der Bühne platzieren mußte um dem Tanzpaar Judith Gerwing und Pascal Solscheid Freiraum für ihre Tänze lassen zu können.

Musikalisch bunt, laut, melancholisch und rockig wurde es nach dem Abmarsch des Bruderkorps von der Ülepooz, mit den Hits und Liedern von „cat ballou“ und „Brings“ als Abschlußfeuerwerk, zwischen deren Auftritten Bauchredner Klaus Rupprecht mit seinem Affen Willi das raderdolle Auditorium mitriß die sich über die flott-frechen Sprüche von „Klaus und Willi“ köstlich amüsierten, wonach es zum weiterfeiern in Foyer ging, in dem bereits Himmel un Äd zur Unterhaltung bis in den frühen Morgen hinein wartet.

Quelle (Text und Fotos): © 2018 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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