Festkomitee:: Das Motto der Kölner Karnevalssession 2019 lautet: „Uns Sproch es Heimat“

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Update 12. Februar 2018, 17.28 Uhr:

  • Zugleiter Alexander Dieper enthüllt das kommende Sessionsmotto im Rahmen des aktuellen Rosenmontagszuges
  • Sessionsmotto rückt Sprache als wichtigen Teil der kölschen Kultur in den Mittelpunkt
  • Einladung auch für Menschen, die noch kein Kölsch sprechen

Das Festkomitee Kölner Karneval hat das Motto der Session 2019 vorgestellt: „Uns Sproch es Heimat”! Damit rückt die kölsche Sprache in den Fokus vieler karnevalistischer Aktivitäten – so etwa beim Rosenmontagszug, aber auch bei Sitzungen, in Liedtexten oder im Kinder- und Jugendkarneval. Insbesondere dürfen sich die Jecken schon heute auf die Redner auf den Kölner Karnevalsbühnen freuen, die das Motto mit Leben füllen werden. „Sprache ist die Basis für das Miteinander in jeder Gesellschaft. Sie stiftet Identität und Gemeinschaftsgefühl. Gerade die kölsche Sprache läßt Sprecher und Zuhörer enger zusammenrücken”, so Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval. „Gleichzeitig ist das Sessionsmotto eine Einladung an all jene, die kein Kölsch sprechen, unsere Sprache und damit auch unsere Lebensart besser kennen zu lernen.”

Nach dem Zoch ist vor dem Zoch: Kaum war der „Prinz Michael II.“ durch die Severinstorburg in den Rosenmontagszug gestartet, schon verkündete Zugleiter Alexander Dieper das Motto für die Session 2019. „Man muß gar nicht viel Kölsch können, um in Köln das warme Gefühl von Heimat zu spüren”, weiß Alexander Dieper. „Wer am Rand des Rosenmontagszuges steht und laut ‚Kamelle’ ruft, wird schnell das kölsche Lebensgefühl erleben. Die offene und direkte Art der Kölschen, die sich in der Sprache besonders intensiv zeigt, läßt auch Fremde schnell bei uns heimisch werden – und sei es nur für einige wunderbare Momente in der Karnevalszeit.”

Hinter dem Motto steckt auch die Aufforderung, die kölsche Sprache besser kennen zu lernen. Das gilt gleichermaßen für Kölner, die im Alltag vielleicht eher Hochdeutsch sprechen, wie für Menschen, die nicht in Köln geboren sind. „Worte wie Alaaf, Kamelle und Fastelovend sind schnell gelernt”, erklärt Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn. „Egal ob bei einer Sitzung oder im Straßenkarneval – wer sich ein bisschen auf die kölsche Sprache einläßt, wird sofort spüren, warum sie für die Menschen in Köln ein so wichtiges Stück Heimat bedeutet.”

Die Stadt Köln ist für über eine Million Menschen der Ort, an dem sie leben, arbeiten und nicht zuletzt auch Karneval feiern. Sie stammen aus über 180 Ländern und jeder von ihnen verbindet mit Heimat und Muttersprache etwas anderes. Dennoch sehen viele von ihnen ihre Heimat längst in Köln, und Sprache ist ein wichtiger Teil dieser Kölschen Lebensart. Um es mit den Worten der Kölner Band „Miljö“ zu sagen: “Doch et es nit nor en Sproch, et es nit nor Zohus, en Levvensaat, die stirv su schnell nit us.” („Miljo“: „Su lang die Leechter noch brenne“).

Quelle und Grafik: Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.

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