Festkomitee: Hunderttausende Jecke feiern – Zugteilnehmer verletzt

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Update 13. Februar 2018, 14.29 Uhr:

Gute Nachrichten aus dem Krankenhaus: Der Unfall am Zugende gestern Abend ist deutlich glimpflicher verlaufen, als zunächst befürchtet werden mußte. Ein Mitglied der Willi-Ostermann-Gesellschaft war im Auflösungsbereich aus der Tür des Festwagens gefallen und hatte sich dabei Kopfverletzungen zugezogen. Er ist aber inzwischen wieder ansprechbar, konnte sich zu dem unglücklichen Sturz schon äußern und ist auf dem Weg der Besserung.

  • Zugteilnehmer im Auflösebereich schwer gestürzt
  • Vier Verletzte bei Vorfall mit Kutsche
  • Hundertausende Jecke beim Kölner Rosenmontag

Der Kölner Rosenmontagszug hat um 18.26 Uhr sein Ziel in der Mohrenstraße erreicht. Der Zoch bot insgesamt ein buntes und fröhliches Bild, hundertausende Jecke feierten am Straßenrand. Am Nachmittag ereigneten sich allerdings zwei Vorfälle, die bei aller positiven Stimmung den Rosenmontag überlagerten. Bei einem Vorfall mit einer Kutsche wurden vier Personen verletzt. Im Auflösungsbereich des Zuges erlitt zudem ein Zugteilnehmer Kopfverletzungen, als er von einem der Festwagen fiel. „Das Wichtigste ist jetzt, daß die Verletzen sich schnell erholen”, so Zugleiter Alexander Dieper. „Wir wünschen den Beteiligten gute Besserung.”

Noch während des Zuges hatte sich der Zugleiter an den Ort des Vorfalls und anschließend in die verschiedenen Krankenhäuser begeben, um sich nach dem Zustand der Verletzten zu erkundigen. Nach ersten Erkenntnissen brachte ein scheuendes Pferd des Reiterkorps Treuer Husar gegen 14.23 Uhr auf der Neven-Dumont-Straße in Höhe Burgmauer ein Kutschgespann in Fahrt, die Kutsche prallte wenig später gegen eine LKW-Tribüne. Die Rettungskräfte waren sofort für die Erstversorgung vor Ort und konnten feststellen, daß keine der Verletzungen lebensbedrohlich war. Bei dem Vorfall wurden vier Personen verletzt, darunter der Kutscher. Drei der Verletzten bleiben zumindest über Nacht im Krankenhaus, einer konnte mit leichten Blessuren bereits entlassen werden. Alle waren ansprechbar.

Die Pferde wurden tierärztlich versorgt, vor Ort wurden aber keine Verletzungen festgestellt. Die Tiere wurden anschließend aus dem Zug genommen. Wegen des Vorfalls ermittelt die Polizei derzeit in alle Richtungen, auch ob möglicherweise eine Fremdeinwirkung vorliegt. Dazu wurde unter anderem die Kutsche sichergestellt. „Wir sind der Polizei und den Rettungskräften sehr dankbar für das schnelle Eingreifen und die Unterstützung, so daß alle Beteiligten umgehend versorgt und betreut werden konnten. Unsere größte Aufmerksamkeit gilt nun den Verletzten“, so Alexander Dieper, Zugleiter und Vizepräsident des Festkomitees. Der Zug konnte nach der Räumung der Unfallstelle zunächst planmäßig fortgesetzt werden.

Zu einem weiteren Unglück kam es im Auflösungsbereich des Rosenmontagszuges gegen 17.48 Uhr, als ein Mitglied der Willi-Ostermann-Gesellschaft den Festwagen verlassen wollte und dabei stürzte. Er musste mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. „Nach der umgehenden notärztlichen Versorgung vor Ort wurde der Zugteilnehmer ins Krankenhaus gebracht”, so Alexander Dieper. Nähere Informationen zum Gesundheitszustand lagen am Montagabend nicht vor.

Nach ersten Schätzungen kamen ähnlich viele Zuschauer wie im vergangenen Jahr, mehrere Hundertausend erlebten den Zug vom Straßenrand aus. Der acht Kilometer lange Zug hatte in diesem Jahr rund 11.000 Teilnehmer in Fußgruppen sowie 25 Persiflage- und 60 Festwagen. Zudem waren rund 390 Pferde im Zug beteiligt, rund 100 weniger als 2017. Die Zugstrecke beträgt ca. 7.5 Kilometer.

Quelle und Grafik: Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V.

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