Treuer Husar zelebrierte Korpsappell im „Wohnzimmer“ des Kölner Karnevals

Festkomitee: Ab 9. Januar steht der „Kaatebus“ wieder auf dem Neumarkt
9. Januar 2019
Sessionsorden KG Treuer Husar Blau-Gelb von 1925 e.V. KÖLN
9. Januar 2019

-hgj/nj- Die drei am heutigen Abend stattfindenden Korpsappelle bedeuteten für Vertreter der örtlichen und über den Fastelvoend berichtenden Medien ein sogenanntes „Saalhopping“ zwischen Gürzenich, Maritim Hotel und dem Pullman Cologne, in dessen Fest- und Bankettsaal die KG Treuer Husar Blau-Gelb traditionell in die Session starte. Ob in der Martinstraße 27, Am Heumarkt 20 oder in der Helenenstraße 14, wo sich das Vier-Sterne-Hotel der Accor-Gruppe befindet, war die Stimmung phantastisch, ausgelassen und die Plätze bis auf den letzten Stuhl gefüllt.

Mit ihrem herzlichen Willkommen eröffneten Präsident Markus Simonian und Kommandant Hartmut „Harry“ Kramer den diesjährigen Korpsappell, wonach die Mitglieder der Kinder-und Jugendtanzgruppe „Husaren-Pänz“ als Eisbrecher aufs Podium durften. Wie seit Jahren präsentierte sich der Nachwuchs des Treuen Husaren tänzerisch von seiner besten Seite und mit einer erstklassig karnevalistischen Inszenierung, die Dank der Trainer und Betreuer zwischen Aschermittwoch und dem 11. im 11. einstudiert wurden. Im Gegensatz zu anderen Traditionskorps hebt man bei blau-gelben Korps die Nachwuchsarbeit besonders hervor, da nach der Uniformabnahme drei Tanzabzeichen des Bund Deutscher Karneval (BDK) stellvertretend durch Markus Simonian an verdiente und langjährige Kinder verleihen wurden. Im Übrigen werden auch die Mitglieder der „Husaren-Pänz“ wie die Erwachsenen auf ihre Standarte vereidigt, die ein Kind der Gruppe vornimmt.

Nach einer Zugabe, die die „Husaren-Pänz“ alsdann ablieferten, wurden mit der Begrüßung von Ehrengästen gute Freunde der Gesellschaft willkommen geheißen, wie zahlreiche Präsidenten und Senatspräsidenten, Vorsitzende, Kommanden, Schatzmeister, Karnevalskünstler und Persönlichkeiten des Kölner Lebens. Nach diesem Part wünschte „Harry“ Kramer guten Appetit zur traditionellen Erbsensuppe, die bei dem über der Domstadt herrschenden widrigen gebrauchen konnte.

Mit dem Einmarsch des nicht enden wollenden aktiven Korps, deutete sich an, daß man nun im Block von Beförderungen, Ehrungen und Vereidigungen angekommen war. Gleichzeitig nahmen Präsident und Kommandant den Uniformappell vor, bei dem festgestellt wurde, daß das nicht nur das Tanzpaar mit sauberer und einwandfreier Uniform erschienen war, sondern alle Korpsteile der Gesellschaft. Entgegen anderer Kölner Traditionsgesellschaften wurde der Uniformappell beim Treuen Husar mit der Abnahme zweigeteilt, da die Bühne der „Hochburg“ wie sich die ehemalige Kölsche Hofburg selbst bezeichnet, nicht alle aufnehmen konnte. So konnten das Musikkorps, welches zu erst inspiziert wurde, wieder seine Plätze einnehmen und beim Appell des Offizierskorps und der Tänzer mit dem Marsch des „Treuen Husar“ von Caspar Josef Carl von Mylius intonieren – den er 1781 komponiert und zu Papier gebracht hatte – untermalen. Im Anschluß an den Uniformappell präsentierte sich sodann das Tanzkorps, mit ihrem Tanzpaar Clara Scheurer und Kevin Köppe, die mit nach reichlichen Trainings mit Euphorie ihren zahlreichen Aufzügen in den Sälen des Rheinlands entgegenfiebern.

Mit dem Einmarsch der neuen Mitglieder in ihren – wie man im Kölner Karneval sagt – „Eisverkäuferjäckchen“ stand die Vereidigung der 25 Hospitanten an, die mit aufgelegter rechter Hand auf Fahne und Plaggen den Eid der Gesellschaft nachablegten. Kölsche Klassiker spielte und sang nach der Vereidigung „Et Klimpermännche“ Thomas Cüpper, der als einer von wenigen Interpreten unserer Zeit die Lieder von Karl Berbuer, Dr. Gerhard Jussenhofen und Willi Ostermann so singt wie zu Lebzeiten die Interpreten selbst.

 

Bei allen Traditionsgesellschaften ist es üblich verdienten Persönlichkeiten eine Ehrencharge zu verleihen, oder nach weiteren Jahren den Damen und Herren eine Beförderung auszusprechen. In diesem Jahr gehörten zu diesem Kreis Erich Ströbel, der sich neben seinem Amt als Presseoffizier der Nippeser Bürgerwehr letztjährig Verdienste als Kölner „Jungfrau Emma“ erworben hat. Hinzu kamen heute Abend Monika Kissling (Schatzmeisterin der Damengarde Coeln), Ulrich Anton Maslak, Kölner Bauer der Session 2016, Frank Breuer (Vorsitzender und Korpskommandant des Reiter-Korps „Jan von Werth“) und Frank Tewes (Chefredakteur des Top Magazin Köln und Herausgeber der Sessionschronik „Dat wor et…), die ab sofort Rittmeister à la Suite der Gesellschaft sind. Dirk Metzner, Direktor des Lindner Hotel City Plaza, dem Stammquartier des Treuen Husaren, kam die Ehre zu Teil in den Kreis der Majore à la Suite aufgenommen zu werden. Diese Ehrung nahm Dirk Metzner bei seinem Dank an die blau-gelben Husaren stellvertretend für das gesamte Team seines Hauses entgegen, die sich ganzjährig um die Wünsche der Karnevalisten bei unterschiedlichsten Veranstaltungen kümmern.

Darüber hinaus war der jährliche Korpsappell wieder eine gute Gelegenheit, verdiente Mitglieder besonders auszuzeichnen. So erhielt Schatzmeister Kurt Wietheger für seine 25jährige Mitgliedschaft aus den Händen von Markus Simonian die Verdienstnadel in Silber, dem hierzu der Gesamtvorstand zur Seite stand. Für seine Meriten im karnevalistischen Tanzsport sagte der Husaren-Vorstand Pasqual Gusen Dank, der das BDK Tanzabzeichen in Gold mit Brillanten erhielt. Um das großen Engagement von Inge Deutsch wertzuschätzen, zeichnete Markus Simonian auf einstimmigen Beschluß des Vorstandes die Musikern des Musikerkorps aus, die die Ehrung emotional entgegennahm.

Nicht mit einem Zapfenstreich, sondern mit dem Auftritt des Tanzkorps der Grosse Braunsfelder KG „Kölner Rheinveilchen“ schloß die KG Treuer Husar kurz nach 23.00 Uhr den diesjährigen Appell mit einem Vorgeschmack tänzerischer Höchstleistungen, die die Truppe von Friedel Löhr zu einem der besten Tanzgruppen Kölns macht.

Quelle (Text): © 2019 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Niki Siegenbruck
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