Blaue Funken wurden bei Festsitzung durchs rote Schwesterkorps überrascht

Große Kölner beglückte Publikum ihrer 1. Flüstersitzung mit leisen Tönen und feinsinningem Humor
18. Januar 2019
Kölnische KG verwöhnte Männer bei Herrensitzung mit Genüsslichkeiten für Augen, Ohr und Magen
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-hgj/nj- Nach ihrem Regimentsappell zum Anfang dieser Woche begann heute Abend für die Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V. der Sitzungskarneval. Hierzu hatte man das Publikum zur Festsitzung in den Gürzenich eingeladen, bei der sich die Gäste aus Köln und dem Rest der Republik stilvoll in Smoking und Abendkleid zeigten.

Gleich nach dem Aufzug des Korps der Blauen Funken begrüßte Björn Griesemann als neuer Präsident und Kommandant – der zweitältesten Kölner Korpsgesellschaft – neben den 1.300 Gästen unter anderem die beiden Bürgermeister der Domstadt Elfi Scho-Antwerpes und Andreas Wolter, Mitglieder des Deutschen Bundestages, sowie Michael Euler-Schmidt als stellvertretender Direktor des Kölnischen Stadtmuseums, Prinzen-Garde Präsident Dino Massi, Artur Tybussek – Kölner Jungfrau 1993 und ehemaliger Präsident der Nippeser Bürgerwehr und Wilhelm Hecker, dem die Blauen Funken ihre Kontakte und Reisen nach China verdanken.

Mit dem Aufzug des kompletten Korps überraschten die Blauen Funken ihr Publikum, welches recht früh freudig ausgelassen feierte, mit der Premiere des Tanzpaares, da Marie Marie Steffens seit dieser Session mit Maurice Schmitz einen neuen Tanzoffizier an ihrer Seite hat. Hierbei begeisterte das Paar die Damen und Herren des Auditoriums, die die tänzerischen Leistungen bei stehenden Ovationen mit reichlich Applaus belohnten.

Gleich stehen bleiben konnten die Gäste nach dem Ausmarsch des Blaue Funken Korps, die sich nach den Tänzen des Tanzpaares zusammen mit den Artillerietänzern durch ihren Regimentsspielmannszug musikalisch verabschiedeten, da die „Klüngelköpp“ mit ihren Liedern „In Kölle verliebt“, Bella Chiao“, „Stääne“ und „Us kölschen Holz“ den altehrwürdigen Gürzenich zum beben brachten. Ein weiteres Highlight dieser einzigartigen Band war zudem die neuchoreografierte Licht- und Trommelnummer, die in jeden Saal aus einer Sitzung eine Stehung macht.

Eine Überraschung erlebte der „Werbefachmann“ Bernd Stelter nach seiner humoristisch einwandfreien Rede, dem Björn Griesemann zum 30. Bühnenjubiläum dankte und ihm durch seine Korpskameraden Bruno Haumann und Jens Hermes-Cédileau einen Scheck in Höhe von € 555,00 für die von ihm unterstützte Bornheimer Bürgerstiftung „Unsere Kinder – Unsere Zukunft“ überreichen ließ. Einen besonders herzlichen Empfang bereitete das Publikum sodann dem Kölner Dreigestirn, die reihenweise – wie bei all ihren Auftritten – die Herzen der Damen (und Herren) erobern und vor der Pause die Bühne den „Bläck Fööss“ für ihre Evergreens und neuen Hits überließen.

Mit dem Aufzug der Roten Funken zur zweiten Abteilung wurden die Blauen Funken von ihrer Schwestergesellschaft sozusagen überrannt, da in allen Knabüsen (Holzgewehren) der über 200 Kölsche Funke statt rot-weißer blau-weiße Nelken steckten. Zudem stand das Korps heute Abend unter dem Kommando ihres Präsidenten Heinz-Günther Hunold der die Wache kommandierte, und, in aller Freundschaft seinem frischvereidigten Präsidentenkollegen Björn Griesemann gratulierte. Nach dieser symbolischen Ehrerbietung durch die Nelken, wibbelten beide Präsidenten zusammen mit den Kameraden beim Stippefötche der Roten Funken mit, wonach eine riesige Torte mit der Ansicht beider Funken-Türme verziert als süßer Glückwunsch hiernach ans Publikum ging.

Nach feinsinnigen Reimen von Jörg Runge („Dä Tuppes vum Land“) und von Guido Cantz als „Der Mann für alle Fälle“, der wieder einen Kracher nach dem anderen im Gepäck hatte, schunkelte und sang das schwarz-weiß gekleidete Publikum wie bei einer Kostüm- oder Prunksitzung zu den Hits der „Paveier“ mit, welches hiervon nicht genug bekommen konnte. Abschließend hatte Gerd Wodarczyk als Programmgestalter der Blauen Funken mit den „Höhnern“ eine zweite Band des Kölschen Kleeblattes in Programm geholt, die ein gutes Stück nach Mitternacht musikalisch ihr Feuerwerk zur Liebe ihrer Stadt abbrannten.

Quelle (Text): © 2019 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): © 2019 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V./Knut Walter
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