Alt-Lindenthal überwältigte Publikum durch wunderbare Nuancen des Kölner Karnevals

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-hgj-nj- Vor fünf Jahren zog die Kölner Karnevalsgesellschaft Alt-Lindenthal von ihrem innerstädtischen Saal im Pullman Cologne in die nach der Sanierung wiedereröffnete Flora Am Botanischen Garten um. Im modernen Veranstaltungsort, mit dem auch heute noch das Flair des Historismus herrscht, hatten die Alt-Lindenthaler Karnevalisten schon lange zuvor geliebäugelt, so daß nunmehr alle Sitzungsveranstaltungen dort stattfinden sollten.

Hierzu nahm man wie bei einem Umzug üblich auch die „alten Möbel“ mit, die in diesem Fall der Tischs des Elferrates und dessen Bestuhlung waren. Für die aktuelle Session beschloß der Vorstand im letzten Jahr ein neues und aufwendig gestaltetes Elferratsgestühl anzuschaffen, damit dies zum Ambiente des Hauses paßt.

Mit dem Einzug der Bürgergarde „blau-gold“, die heute unter dem Kommando von Presseoffizier Andreas Alper stand, zog auch der Elferrat mit Präsident Carl Hagemann ein, welcher das jecke Volk vor den Tänzen und Musikstücken des Korpsaufzuges begrüßte. Leider konnten die Bürgergardisten nicht das gesamte Repertoire des Tanzpaares zeigen, da sich ihre Marie Dennis Willems vor wenigen Tagen am Sprunggelenk verletzt hatte und in allen Passagen nu eingeschränkt mittanzte. Hierzu setzte man auf einen mit dem Tanzkorps allein tanzenden Tanzoffizier und reichlich intonierten Musikstücken des Regimentsspielmannszuges, der die blau-goldenen Ehrenfelder Karnevalisten aus dem Saal spielten.

Als erste Band stand hiernach „cat ballou“ auf der Bühne, die mit ihren Songs „Mir fiere et Levve“, „Do un ich“, „Liebe Deine Stadt“ und „Hück steiht de Welt Still“ dem kostümierten Auditorium einheizten. Dem Kölner Dreigestirn, welches dank ihres Prinzenführers Rüdiger „Rudi“ Schlott wieder sehr pünktlich erschienen war, überreichte Carl Hagemann für einen Scheck in Höhe von € 333,00, welcher zweckgebunden an deren Aktion „Kölsche Fründe“ unter anderem zur Anschaffung eines Herzenswunsch-Krankenwagen für schwerkranke Mitmenschen gedacht ist.

Gleich drei Redner in Folge krönten sozusagen das Ende der ersten Abteilung. So Guido Cantz als „Der Mann für alle Fälle“, „JP Weber“ (Jörg Paul Weber) mit kölschen Melodien op d´r Flitsch und herrrrlissssch närrischen Verzäll, sowie „Knallkopp“ Dieter Röder, der wieder extrem viel trockenen Humor versprühte.

Ein einzigartiges Bild boten die Alt-Lindenthaler ihren Gästen mit dem Einzug der Standarten und Fahnenträger der Kölner Karnevalsgesellschaften „Plageköpp“, denen Carl Hagemann für die Begleitung zur Bühne dankte. Musikalisch weiter im Text nach der Feder von Programmgestalter Thomas ten Thij, ging es mit den Liedern „Ohne Dom ohne Rhing ohne Sunnesching“, „Mach Dein Ding“, „Alles im Fluß“ und weiteren Hits, mit denen die „Domstürmer“ den Saal zum toben brachten.

Als letzter Redner der Prunksitzung holte Martin Schopps das Publikum mit in sein Klassenzimmer der „Rednerschule“, wobei man resümierend feststellte, daß frühere Jahrgänge fleißigere Schüler waren, als dies bei der heutigen Jugend der Fall ist. In der Paarung Musik trifft karnevalistischen Tanzsport, verlieh man der Prunksitzung einen tollen Abschluß, wobei nach „Miljö“ und ihren Hits, das Tanzcorps „Colonia rut-wiess“ der KG Schlenderhander Lumpe eine perfekte Performance mit Hebungen und Würfen fast bis unters Dach, sowie exzellente Tanzschritte präsentierte. Perfekter als mit den „Räubern“ hätte die Sitzung nicht enden können, so daß nach der Veranstaltung bei Piccolöchen und Kölsch zahlreiche Kartenbestellungen für die kommende Session hinterlegt wurden, bevor diese vergriffen sind.

Quelle (Text und Fotos): © 2019 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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