Publikum erlebte einzigartig karnevalistische Mischung bei Großer Prunk- und Kostümsitzung des Treuen Husar

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-hgj/nj- Leider veranstaltet der Treuer Husar Blau-Gelb nur einmal in der Session eine seiner prachtvollen Sitzungen im Gürzenich, obwohl der Saal des im 15. Jahrhundert errichteten Profanbaus sehr gut zu diesem herzlichen und stets gutgelaunten Traditionskorps paßt. So fand im Laufe des Abends hier die Große Prunk- und Kostümsitzung statt, bei der man sowohl Besucher in Abendgarderobe wie auch im Kostüm antraf.

Wenngleich die Jecken in ihren Kostümen aufgrund ihrer Verkleidung etwas lockerer feierten und schneller in Stimmung kamen, gefiel auch den Damen und Herren in Abend- oder Cocktailkleid, sowie in Smoking und dunklem Anzug die wallende Atmosphäre und das Ambiente des Saals, der wie in jeder Session durch KölnKongress für die jecken Wochen besonders herausgeputzt war. Mit dem Einmarsch der „Husaren-Pänz“, sowie dem Tanz-, Musik- und Offizierskorps des Treuen Husar erfolgte auch der Startschuß für den Abend, bei dem Präsident Markus Simonian gleich zu Beginn das närrische Auditorium und die Ehrengäste begrüßte. Hierunter traf man bekannte Köpfe des Kölner Lebens wieder, wie beispielsweise Bürgermeister Hans-Werner Bartsch und reichlich Karnevalsprominenz.

Zusammen mit der Kinder- und Jugendtanzgruppe „Husaren-Pänz“, präsentiere das Tanzkorps samt Tanzpaar Clara Scheurer und Kevin Köppe ihre tänzerischen Darbietung im Eröffnungsblock, wonach an deren Zugaben Kommandant Hartmut „Harry“ Kramer, dem Musikkorps signalisierte dieses „Schmölzje“ aus dem Saal zu spielen, dem die erste stehende Ovation des Abends galt.

Alsdann begrüßte Markus Simonian drei weitere besondere Gäste, die er mit herzlichen Worten und einer persönlichen Begrüßung an ihren Tischen abholte um sie durch Vorstandskollegen auf den Bühnenboden des spätgotischen Festsaals zu begleiten. Zusammen mit Raphael Breidenbach, Chef des Korps à la Suite, ernannte Markus Simonian Dr. Katarina Barley (Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz), Johannes Kahrs (MdB und Vorsitzender und Sprecher des Seeheimer Kreises der SPD), sowie Werner Löwen (Direktor Personal und Organisation der Canada Life Versicherung) zu neuen Rittmeistern des Korps. Gleichzeitig sind alle drei, die mit Urkunde und Ehrenmütze ausgezeichnet wurde automatisch Mitglied im Korps à la Suite, wie alle Ehrendienstgrade die der Treue Husar aufnimmt. Zu diesem Bild paßte auch die Ehrung von Reiterkorpsführer Michael Christmann, dem für sein Engagement rund um die Reiterei durch den Vorstand die Reiterspange in Gold verliehen wurde.

Nach diesem Part stand der Abend wieder einzig und allein unter dem Scheffel der Narrtei, bei dem die Musiker von „Miljö“ mit „Wolkenplatz“, „Kölsch statt Käsch“, „De Welt noch nit jesinn“ und „Su lang de Leechter noch brenne“ den Anfang machten. Viel Spaß hatte das Publikum in der steil nach oben verlaufenden Stimmung mit Martin Schopps der heute Abend auch einer Bundesministerin eine Nachhilfestunde über pubertierende Jungendliche und die Zustände in Schulen gab. Unter das Motto des diesjährigen Kölner Rosenmontagszuges „Uns Sproch es Heimat“, hatte Literat Dirk Lüssem die nächste Programmnummer gestellt, die eine Kombination aus Tanz und Gesang war, da dort die Tänzerinnen und Tänzer der „Zunft Müüs“ der KKG Fidele Zunftbrüder auf „King Size Dick“ (Hans Gans) trafen der nach den tänzerischen Höchstleistung bei seinen Liedern vom Tanzcorps umrahmt wurde.

Mit Guido Cantz, der wieder in seiner Rolle als „Der Mann für alle Fälle“ glänzte, strahlten auch die Augen der Besucher, denen die Lachtränen über die Wangen liefen. „Liebe Deine Stadt“, Immer immer wider“, „Et jitt kein Wood“, „Hück steiht de Welt still“ und „Mier fiere et Levve“ waren nach Guido Cantz die Hits, mit denen „cat ballou“ von den Stühlen und in ihren Bann zog, wobei hierbei das Foyer menschenleer war.

Normalerweise gehört der Aufzug eines Schwesterkorps nach der Pause an den Anfang der zweiten Abteilung, worauf die KG Treuer Husar im Gürzenich aber seit Jahren verzichtet. So schloß sich übergangslos an den gefeierten Auftritt von „cat ballou“ der Aufzug der Prinzen-Garde Köln an, welche minutenlang mit über 180 Gardisten, Offizieren und ihrer Regimentstochter und deren Tanzoffizier vom Foyer zu Bühne zogen. Nach der Begrüßung der Gäste durch Kommandant Marcel Kappenstein, spielte der Regimentsspielmannszug einen närrischen Potpourri und überließ sodann das Podium seinem Tanzpaar Tina Mertens und Alexander Ritter, die in dieser Session nach sieben erfolgreichen Jahren auf Abschiedstour sind. Nach weiteren Darbietungen mit den Tänzern des Fußkorps, bedankte sich Markus Simonian für den Besuch des weiß-roten Traditionskorps, die nach ihrem Auszug den „Räubern“ die Bühne überließen.

Mit den Liedern der „Räuber“ wurde auch langsam aber sicher das Finale eingeläutet, da hiernach nur noch zwei Herzensnummern auf dem Programmzettel des Literaten standen. So das Kölner Dreigestirn, welches am Mittwoch zuvor mit zwei Husaren-Enten zu einer Audienz zum Heiligen Vater nach Rom gereist war und hiervon eine durch Papst Franziskus gesegnete Quietsche-Ente an die KG Treuer Husar Blau-Gelb für deren Kasino zurückgab. Sehr fidel und kölsch wurde es nach der Verabschiedung von „Prinz Marc I.“, „Bauer Markus“ und „Jungfrau Catharina“, mit dem musikalischen Bühnenfinale der „Fidele Kölsche“, die als bunteste Brauchtumsgruppe und Spielmannszug zugleich der Domstadt der Großen Prunk- und Kostümsitzung des i-Tüpfelchen gegen 0.45 Uhr vor der Sitzungsnachfeier aufsetzten.

Quelle (Text): © 2019 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): Niki Siegenbruck
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