Schlenderhaner Lumpe bereiteten ihrem Kölner Dreigestirn ein Heimspiel zur Mariechensitzung

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17. Februar 2019

-hgj/hj- Ausverkauft bis auf den allerletzten Platz war heute Nachmittag die Stadthalle Mülheim, in der die Schenderhaner Lumpe ihre Marichensitzung mit 1.018 Mädchen feierten. Wie in anderen Sälen im Verlauf des heutigen 17. Februar 2019, war auch hier die Stimmung von Beginn an großartig durch das einzigartige Feeling welches die Mädels versprühten. Neben der überwiegenden Zahl von Stammgästen und Gruppen, die seit vielen Jahren zur Schlenderhaner Mädchersitzung anreisen, war auch ein kleiner Teil von Gelegenheitsgänger und Besucherinnen anwesend, die in jeder Session eine andere Gesellschaft besuchten, um den Fastelovend der Domstadt auf ihre Weise einzusaugen.

Vor der eigentlichen Eröffnung des Sitzungsprogramms hatte sich die Kinder- und Jugendtanzgruppe „GA Flöhe“ der Große Allgemeine KG in den Saal angesagt, womit dies die perfekte Einstimmung in den „karnevalistischen Hausfrauennachmittag“ war. Währenddessen ehrten der Vorstand der KG im Foyer Ralf Günther, der sich als Mitglied und Förderer der Schlenderhaner Lumpe und ehemaliger Kölner Prinz der Session 2000 besondere Meriten erarbeitet hatte. Diesen verlieh Hellmut Schramm den Verdienstorden in Gold, da Ralf Günther stets loyal nicht nur Förderer seiner Gesellschaft, sondern auch Mitglied des Großen Rates ist.

Sofort mit dem Einmarsch des Elferrates und deren zweier Präsidenten Wolfgang Brock und Dieter Kunz zog das Reiter-Korps „Jan von Werth“ mit auf das Podium, das sich neben ihrer Korpskapelle, mit ihrem Tanzpaar Britta Schwadorf und Florian Dick, sowie allen vier Schwadronen und dem amtierenden „Jan un Griet“-Paar Wolfgang und Helga Arnold musikalisch, tänzerischer und rhetorisch präsentierte. Hiernach hatte das ausnahmslos weibliche Publikum, Spaß am Vortrag der „Geschwister in der Bütt“ Lena und Niklas Milewicz, die mit ihrem Gesang für Melancholie und ihren Witzen für Lachtränen sorgten.

Mit den Hits der „Boore“ „Danze dun ich nur mit Dir“, „Fastelovend am Strand“, „Rut sin de Ruse“ und weiteren Liedern, stand „Frau Kühne“ (Ingrid Kühne) auf der Bühne, die in diesem Jahr bei allen Mädchensitzungen wortgewaltig ein Hammer ist. Weitere Steigerung der Stimmung erfuhr die Mariechensitzung mit dem „Heddemer Dreigestirns“, die mit ihrer Show als Frankfurter eine feste Nummer im Kölner Karneval sind und wieder die Puppen tanzen ließen.

Nach diesem Spaß zog es die jecken Wiever und Mädchen in ihren ausgefallenen Kostümen zur Pause ins Foyer, um sich bei Leckereien und Kölsch am Büffet zu stärken und die erste Abteilung Revue passieren ließ. Mit dem Eintreffen der StattGarde Colonia Ahoj, huschten die Mädcher zusammen mit den Ehrengästen Sharon Michaelske, Julia Meier, Jenne Blei (Ehefrauen des diesjährigen Kölner Dreigestirn), Inge Linnarzt, Birgit Stöckert und Birgit Orichel wieder zu ihren Tischen, da die maritime Karnevalsgesellschaft einer der Geheimtips des Kölner Karnevals ist.

Nach dem Aufzug unter der Leitung der Bordkapelle und dem Sessionslied des Shanty-Chores, übernahmen die Tänzer des Tanzkorps das Podium und rissen mit ihren Spagaten, Sprüngen Hebungen und korrekten Schritten die Müllemer Stadthall´ ab. Wie zuvor die StattGarde Colonia Ahoj, verlangte das Publikum von „Werbefachmann“ Bernd Stelter, den „Klüngelköpp“ und dem Tanzcorps „Colonia Rut-Wiess“ der Schlenderhaner Lumpe weiter Zugaben, da die Pointen, Lieder samt der Percussionnummer, sowie die Tänze des Tanzcorps Höchstleistungen waren.

Beim Auftritt des eigenen Tanzcorps gönnte der auf der Bühne eingetroffen Vorstand den Jungs und Mädels eine größere Verschnaufpause, da man diese Zeit für eine besondere Ehrung nutzt. Florian Zander, der die „Colonia Rut-Wiess“ 2003 mitgründete und in diesem Jahr seinen Abschied von der Bühne nimmt, verliehen Jürgen Knaack (1. Vorsitzender und Pressesprecher) sowie Präsident Hellmut Schramm die Verdienstnadel in Silber, zu der auch eine besondere Mütze gehört. Musikalisch standen alsdann die „Räuber“ mit ihren neuen Frontmann Sven West auf der Bühne, die in ihrem Repertoire heute unter anderem „Dat es Heimat“, „För de Ihwigkeit“, „Schau mir in die Augen“, „Op dem Maat“ und andere Hits dabei hatten.

Mit Momenten die man nie vergißt begrüßten die Schlenderhaner Lumpe nach den „Räubern“ das amtierende Kölner Dreigestirn, die zur Familie gehören und zusammen mit der Große Allgemeine und der Lesegesellschaft zu Köln gestellt werden. Neben dem einzigartig frenetischen Empfang den das Publikum „Prinz Marc I.“ (Schlenderhaner Lumpe), „Bauer Markus“ (Große Allgemeine) und „Jungfrau Catharina“ (Lesegesellschaft) bereiteten, gehörte auch ein großer Auftritt in der närrischen Heimat. Zudem erhielten alle drei Protagonisten des höchsten karnevalistischen Amtes den eigens für heute aufgelegten Sonderorden in Gold mit deren Insignien Pritsche, Dreschflegel und Spiegel, samt Urkunde und Mütze, womit man Prinz, Bauer und Jungfrau für ihr herzlich charmantes Auftreten und ihre Verkörperung Dank sagte.

Ein weiteres Dankschön richteten die Schlenderhaner Karnevalisten an den scheidenden Prinzenführer Rüdiger Schlott und Protokollchef Marcus Gottschalk, die zu Ehrenratsherren der in 1963 im Kölner Norden in der Schlenderhaner Straße Gesellschaft ernannt wurden. Wie das Kölner Dreigestirn wurden auch den beiden neuen Ehrenratsherren goldene Sonderorden verliehen, der bei Rüdiger Schlott eine Uhr und bei Marcus Gottschalk ein Protokollblatt zeigt.

Hiernach konnten nur noch die „Bläck Fööss“ – als Kölns älteste und sicherlich auch bekanntes Band – die Mädchersitzung beenden, die mit „Am Bickendorfer Büdche“, „“Drink do eine met“, „En unserm Veedel“, „Unsere Stammbaum“ und ihrem neuen Titel „Su schön wie augenblecklich“, die anschließende Feier im Foyer deutliche verkürzten.

Quelle (Text und Fotos): © 2019 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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