1. Miljöh-Sitzung der Kölsche Grielächer spiegelte das Rosenmontagsmotto „Uns Sproch es Heimat“ wider

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-hgj/nj- Dass diesjährige Kölner Rosenmontagsmotto „Uns Sproch es Heimat“ könnte der Karnevalsgesellschaft Kölsche Grielächer entsprungen sein, da die Gesellschaft seit ihrer Gründung in 1927 als KG Kölsche Grenadeere blau-grön ihr heimatliches Idiom pflegt. Passend zum von Alexander Dieper als Leiter des Kölner Rosenmontagszuges ausgerufenen Motto, fand die Präsentation des kompletten Programms der 1. Miljöh-Sitzung met Damen em Kostümche durch Präsident Rudi Schetzke in Kölscher Mundart statt.

Aber auch das Programm von Literat Roland Lautenschläger war fast ausschließlich sehr heimataffin geprägt, da die Grielächer samt Vorstand ihre Heimat stets in den Fokus ihres Vereinslebens stellen. So eröffnete nach dem Aufzug der Bürgergarde „blau-gold“ Rudi Schetzke die Sitzung im ausverkauften Maritim Hotel und begrüßte vor den Ehrengästen das profane Publikum, welches neben extrem guter Laune eine hohe Erwartungshaltung für diese Veranstaltung hatte.

Sodann übernahm die blau-goldenen Bürgergarde wieder die Regie, die sich neben den Musikstücken ihrer Musiker des Regimentsspielmannszuges auch mit ihrem Tanzpaar Denis Willems und Marc Nelles präsentierten und hierbei die Gardisten des Tanzkorps miteinbanden. Närrisch bunt wurde es sodann beim zum Teil rabenschwarzen Humors von Dave Davis, der als Toilettenmann „Motombo Umbokko“ sich selbst auf die Schippe nahm und dem Publikum gleich zu Beginn erklärte, daß nun der starkpigmentierte auf der Bühne steht und der Weißabgleich von Kameras und Smartphones auf seinen dunklen Teint eingestellt werden müsse.

Zweimal Musik hintereinander hatte Roland Lautenschläger sodann für die Gäste seiner Gesellschaft in Programm gesteckt, damit die Damen und Herren im Parkett kräftig mitsingen und ordentlich schunkeln konnten. Nach den bekannten Liedern und karnevalistischen Hits der „Domstürmer“ und der „Bläck Föös“, folgte die „Rednerschule“ von „Martin Schopps, die in dieser Session sehr politisch ausgelegt und reichlich mit Seitenhieben auf die Politik gespickt ist. Vor der Pause gehörte der letzte Part der ersten Abteilung den „Höhnern“ die neben „Viva Colonia“, „Wir sind für die Liebe gemacht“, Kumm los mer danze“ auch den Hit „“Wir halten die Welt an“ im Gepäck hatten.

Mit dem Besuch des Kölner Dreigestirns meldete sich auch der Elferrat wieder auf der Bühne zurück, wo bei dem Trifolium ein herzlicher Empfang bereitetet wurde. Als Gastgeschenk erhielten „Prinz Marc I.“, „Bauer Markus“ und „Jungfrau Catharina“ traditionsgemäß je einen Geißbock, der die drei höchsten Protagonisten des Kölner Karnevals an diesen Besuch für immer erinnert. Zudem nutzte man diesen festlichen Augenblick zur Verleihung des Grielächer des Jahres 2018, mit dem man in dieser Session Msgr. Robert Kleine als Dom- und Stadtdechant ehrte. Robert Kleine hat sich über Jahre hinweg als Mitglied und Freund besondere Verdienste erworben, wie unter anderem bei der letztjährigen Rom-Tour der Gesellschaft, wo der Dom- und Stadtdechant nach Rücksprache mit Rainer Maria Kardinal Woelki und ein wenig Korrespondenz eine Privataudienz bei Papst Franziskus ermöglichte.

Nach den ersten Gratulationen an Robert Kleine durch den Vorstand als Überbringer von Urkunde und Figur zum Grielächer des Jahres, gratulierten Reinhold Louis, Hans Süper und Peter Raddatz, die diese Aufzeichnung bereits in den Jahren 2009, 2012 und 2015 erhalten haben. Weiter im Programm sodann mit „Werbefachmann“ Bernd Stelter, und den Hits von „Kasalla“ von „Pirate“ bis „Dausend Levve“ und „Stadt met K“, wonach als vorletzte Programmnummer Guido Cantz als „Der Mann für alle Fälle“ folgte. Mit „Brings“ und ihren Liedern endete sodann nach 21.00 Uhr vor der Nachsitzung mit DJ Max Konrad das Programm, welches genauso bombastisch wie es begonnen hatte sein Finale fand.

Zudem sein noch erwähnt, daß im Saal Heumarkt beim Pausenimbiß es zu einer internen Ehrung kam, bei dem der Vorstand Mitglied Horst Weber (Dutzname „Dä Mattekröver“) eine in Messing getrieben Wanduhr der Metallbildhauerei Kreiten als Dank für seine 50jährige Mitgliedschaft bei der Gesellschaft met Hätz überreichte.

Quelle (Text): © 2019 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de sowie Henry Schroll
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