Freunde und Förderer sind gut aufgestellt und freuen sich auf die Schull- und Veedelszöch am kommenden Sonntag

Festkomitee: Videokameras im Zoch sollen Straftäter abschrecken
27. Februar 2019
Sessionsorden Westdeutscher Rundfunk -WDR
27. Februar 2019

-hgj/nj- Gut vorbereit zeigten sich die Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums, die heute Vormittag zur „Pressekonferenz met Ähzezupp“ im Vorfeld der anstehenden Schull- un Veedelszöch eingeladen hatten. Einen ersten Gruß richtete Bernhard Conin als „Baas“ (Vorsitzender) der Freunde und Förderer an die zahlreich erschienenen Medien, sowie gegenüber dem Festkomitee, dem er eine tolle und reibungslose Zusammenarbeit bescheinigte.

Sodann folgten in seinen Dankesworten auch die zahlreichen Ämter (Stadt Köln, Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr und Rettungswesen). Weiterhin führt Bernhard Conin aus, daß man seitens seines Fördervereins sehr dankbar über das zugesagte Wurfmaterial der EhrenGarde der Stadt Köln, der Prinzen-Garde Köln, der Roten Funken ist, welches den drei Siegern der Fuß- und Wagengruppen und dem Gewinner des Originalitätspreis zu Gute kommt, die nach ihrer Teilnahme an den Schull- un Veedelszöch am Karnevalsonntag Rosenmontag nochmals durch Köln ziehen dürfen. Hinzu gesellen sich in diesem Jahr mit KölnKongress und einem anonymen Sponsor zwei weitere Spender, denen man in diesem Rahmen dank sagte.

In seinen Ausführungen führte der „Baas“ der Freunde und Förderer sodann weiter aus, daß nach dem Unglück bei der Loveparde in Duisburg die Sicherheitsmaßnahmen jedes Jahr Änderungen unterliegen, damit die Menschen wie bei den „Zöch“ und allen anderen Veranstaltungen auf deutschen Grund und Boden angepaßt werden, wodurch in den vergangenen neun Jahren allerdings auch die Kosten für Sicherheit und die Bereitstellung der Rettungsdienste um 50 Prozent gestoßen sind. Hierzu unterstrich er insbesondere das Festkomitee Kölner Karneval, die einen Großteil der organisatorischen und technischen Bereiche abdecken und somit diese „Last“ im Kölnischen Brauchtum bündeln.

Danke sagte Bernhard Conin allerdings auch den Sponsoren, die die Mobilität der Freunde und Förderer aufrechterhalten und hierzu kostenfrei ein Technikfahrzeug sowie zwanzig Baggagewagen stellen, sowie den 25 Teilnehmer, die nach den Schull- un Veedelszöch als Juroren zusammen mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker und den Vertretern des Festkomitees die Bewertung der Veedelszöch vornehmen.

Abschließend führte der 1. Vorsitzende der Freunde und Förderer aus, daß die Stadt Köln den neun schnell und unbürokratisch insgesamt € 90.000,00 zur Verfügung gestellt hat, die somit den Veedelsvereinen zu Gute kommen, damit die Karnevalsumzüge in den Stadtteilen zwischen Weiberfastnacht und Veilchendienstag laufen können. Durch die finanzielle Unterstützung der Stadtverwaltung von jeweils € 10.000,00 pro Stadtbezirk stehen zumindest diesjährig Umzüge wie in Rodenkirchen und Zollstock nicht mehr auf der Kippe.

Zum Zeitpunkt der Schull- und Veedelszöch, welche am Sonntag, 3. März 2019, um 11.11 Uhr an der Severinstorburg ihren Anfang haben, jährt sich auch der Einsturz des Kölner Stadtarchives in der Severinstraße zum 10. Male, bei dem zwei junge Menschen ums Leben kamen. Khalil El Gaouti und Kevin Koster sowie Josefine Borcilio, die die Umstände des Einsturzes nicht verkraften konnte und durch Suizid aus dem Leben schied, gedenkt man während des Zuges gegen 11.50 Uhr an der Ecke Löwengasse/Severinstraße. Hierbei werden Bernhard Conin und Pfarrer Hans Mörtter der LutherKirche Südtstadt würdige Worte finden. Zudem führt die Tanzgruppe der Lyskircher Junge „Hellige Knäächte und Mägde“ einen Tanz zu Ehren der Verstorbenen auf, wonach der Zug fortgesetzt wird.

Hiernach übergab Bernhard Conin das Mikrophon an Willi Stoffel, der als Zugleiter die Gesamtverantwortung der Schull- und Veddelszöch hat. Hier konnte der Zugleiter der Freunde und Förderer mitteilen, daß mit 14 externen Kapellen und 580 Musikern aus Schulen (Schüler und Lehrer), sowie 200 aktiven Musikern aus den Reihen der Veedel der Anteil deutlich gestiegen ist. Die Kosten der externen Musikkapellen, gehen so Willi Stoffel zu Lasten des Fördervereins des Kölnischen Brauchtums, die unter anderem durch die Erlöse der karnevalistischen Matinee „Fastelovend Ferkeet“ in der Kölner Philharmonie finanziert werden, wozu diesjährig ein Scheck von € 25.000,00 überreicht wurde.

Eine steigende Beliebtheit verzeichnen die Schull- und Veedelszöch, die an jedem Karnevalsonntag einige Hunderttausende Jecken auf die Straßen der Süd- und Altstadt locken, die den 54 Gruppen mit 2.700 Teilnehmern der Veedelsverein zujubeln. In diesem Jahr gehören hierzu 48 Fuß- und sechs Wagengruppen, die zum Teil seit Sommer 2018 geplant, entworfen und verwirklicht wurden. „Eigentlich“, so Willi Stoffel, „hatten wir 68 Anfragen, die allerdings nicht zu bewältigen sind, so daß „nur“ die 54 Gruppen mit von der Partie bei den „Zöch“ sind.

Abschließend bat Zugleiter Willi Stoffel noch darum, daß man für 2020 und die Folgejahre unbedingt weitere ehrenamtliche Helfer benötigt, die bei der Aufstellung, der Auflösung, als Zugordner oder Funkern eingesetzt werden. Interessenten möchten sich bitte direkt mit ihm oder seinem Team – dem er während der Pressekonferenz dankte – melden. Weitere Infos unter Freunde & Förderer des Kölnischen Brauchtums e.V., Zeughausstraße 1-3, 50667 Köln, +49 (0) 2 21/2 21-2 23 55, Internet: https://koelnisches-brauchtum.de/, eMail: kontakt@koelnisches-brauchtum.de.

Die Informationen zu den Schullzöch, die nicht von der Jury berücksichtigt werden dürfen, hatte alsdann Margarita von Westphalen-Granitzka parat, in deren Händen die Organisation als Ansprechpartnerin zu den Schulen liegt. Margarita von Westphalen-Granitzka führte hierzu aus, daß 3.800 Teilnehmer aus 53 Schulen aller Fachrichtungen am kommenden Sonntag mit dabei sind. So 12 Grundschulen, eine Hauptschule, vier Gesamtschulen, drei Förderschulen und Realschulen, 23 Gymnasien, ein Berufskolleg fünf private Schulen und das Zentrum für Lehrer- und Lehrerinnenausbildung, die mit 47 Fu´- und sechs Wagengruppen die Züge bereichern.

Neben den acht Schulen welche in diesem Jahr ein Jubiläum feiern, begrüßen die Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtum auch die Förderschule Thymianweg, die erstmalig dabei ist. Der Wanderpreis „Kamellebüggel“ der Freunde und Förderer tragen diesjährig die Schüler und Schülerinnen der Brausfelder Hasenschule, die zu den Jubilaren der teilnehmenden Schulen gehört. Mit dem zweiten Wanderpreis, das „Lyskircher Buch“ der KG Lyskircher Junge, die die Züge mit 140 ehrenamtlichen Helfern unterstützen, erhält die Müngersdorfer LVR Schule Belvedere Straße, die hierzu auch eine Seite des Buches gestalten dürfen. Im Hinblick auf die Musik verwies Margarita von Westphalen-Granitzka zum Schluß auf die 580 Musiker der Schulen, die in vier Tagen oft sehr laut sein werde, da viele Schulmusiker in diesem Jahr als Sambagruppen durch die Straßen ziehen.

Quelle (Text und Fotos): © 2019 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Grafik): Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums e.V.
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