Schlenderhaner Lumpe entlassen ehemaligen Präsidenten Hellmut Schramm in seinen karnevalistischen Unruhezustand

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-hgj/nj- Einen Neuen Namen verpaßten die Schlenderhaner Lumpe ihrem ersten Auftritt zum 11. im 11., die bisher nur Sessionseröffnung hieß. Leicht und beschwingt hingegen wirkt der jetzige Arbeitstitel „Leise Tön op Kölsche Art“, für den sich der Vorstand unter Präsident und Kölner Ex-Prinz 2019 Marc Michelske und Jürgen Knaack als Vorsitzender und Vizepräsident entschieden hat und neugierig aufs Programm macht.

Ihrem Veranstaltungssaal hingegen sind die Schlenderhaner Lumpe treugeblieben, da man im Bankett- und Festsaal des Pulmann Cologne in der Helenstraße herrlich feiern kann. Erstmals wieder in seinem Amt als Präsident, begrüßte Marc Michelske nach seiner letztjährigen Exkursion als Kölner Prinz die Damen und Herren seiner Gesellschaft samt Ehrengästen, die im bunt akzentuierten Saal ihre Plätze eingenommen hatten. Erster Höhepunkt nach der Begrüßung war – wie immer der Auftritt – des eigenen Tanzcorps „Colonia Rut-Wiess“, die mit ihrem neuen Einmarschlied aufs Parkett zogen und dort Gäste und Mitglieder unter anderem mit dem neuen Tanz „Romeo“ zum Staunen brachten.

Für die Höchstleistungen, die die Tänzerinnen und Tänzer wieder einmal mehr zeigten, spendete das Publikum reichlich Beifall und setzte diesen auch nach dem Dank von Marc Michelske an Yvonne „Yvi“ Mueller fürs Sponsoring des musikalischen Intros fort. Gleiches galt auch beim Dank an das Trainerteam Sonja Giesbers-Jonen, Jeanette Koziol und Tina Mertens, die zwischen Aschermittwoch und dem Start in die Session Höchstleistungen den Jungs und Mädels für ihre Auftritte auf Kölner Bühnen abverlangt haben.

Alsdann gehörten die nächsten Minuten Hellmut Schramm, welcher nach 35jähriger Vorstandsarbeit und als langjähriger Präsident der Gesellschaft in seinen Unruhezustand versetzt wurde. Für die unterschiedlichsten Funktionen und nicht endende Meriten, dankte der Vorstand Hellmut Schramm, der nunmehr Ehrenpräsident seiner Schlenderhaner Lumpe ist und aus den Händen seines Nachfolgers eine Urkunde erhielt. Dennoch versicherte der neue Ehrenpräsident, daß er weiterhin seiner Gesellschaft treu bleibe, die er weiterhin wie beispielsweise bei der Umsetzung des Session- und Damenorden unterstütze.

Diesen Moment nutzte der Vorstand der Schlenderhaner Lumpe auch, um einer weiteren verdienten Persönlichkeit der Gesellschaft Dank zu sagen. So, Jürgen Knaack, der über Jahre als Pressesprecher Ansprechpartner der Medien war und immer noch ist, und der wie eingangs erwähnt, gleich zwei der wichtigsten Ämter seiner Karnevalsgesellschaft inne hat. Hierbei dankte man Jürgen Knaack mit dem BDK-Verdienstorden in Silber, zu dessen Verleihung sich Udo Marx als Vorstandsmitglied des Festkomitees angesagt hatte und passende Worte der Gratulation für den geschätzten und verdienten Karnevalisten fand.

Mit „Wicky“ Junggeburth“ und seinen Krätzchen, sowie „Knubbelfutz und Schmalbedach“ (Renate Heymans und Dieter Schmitz) als ruhige Seite des jecken Frohsinns, nahm der Abend Fahrt auf. Vor der Verleihung des „Goldenen Lump“, den die Schlendhaner Lumpe alle zwei Jahre an einen verdienten Mitmenschen des Kölner Lebens verleihen, standen nach Tommy Walter noch „Feuerwehrmann Kresse“ (Klaus Bömeke) und die „Holliewald Comedy Show“ auf dem Parkett im Ballsaal des Pullman Cologne.

Für die Ehrungen mit dem „Goldenen Lump“, der bisher an Elfie Scho-Antwerpes, Pfarrer Franz Meurer und Anke Bruns gegangen ist, holte man den Träger dieser Auszeichnung des Jahres 2017 Jupp Menth aufs Podium, der die Laudatio auf seinen Nachfolger hielt. Als fünften Träger des „Goldenen Lump“ hat der Vorstand der Schlendherner Lumpe Till Quitmann für würdig befunden, da dieser mit seiner Serie „Der Klappstuhl“ recht schnell zu einer Kölner Kultfigur avancierte und die Facetten des prominenten Lebens der Domstadt imit Höhen und Tiefen in seinen Reportgen in den Fokus stellt.

In seiner anschließenden Dankesrede stellte Till Quitmann auch sein musikalisches Talent unter Beweis, bei der er zur Melodie von Nino de Angeles „Jenseits von Eden seinen „Veedels-Song“ intonierte. Zum Finale hatte Harald Kaspers die „Rabaue“ eingeladen, die vor dem open end der ersten „Leise Tön op Kölsche Art“- Sessionseröffnung den Abend stimmungsvoll enden ließen.

Quelle (Text): © 2019 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de; (Foto/s): Manfred Klapper
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