Literatenstammtisch empfängt bei Neujahrsempfang 2020 „saisoniale Dreiecksbeziehung ohne wechselseitiges erotisches Interesse“

Sessionsorden Literatenstammtisch Köln von 1961 e.V.
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-hgj- Prall gefüllt bis in die hintersten Winkel war im Laufe des späten heutigen Nachmittages der „Alte Brauerei“-Saal des Brauhauses SION, in den die Literaten und Programmgestalter des Literatenstammtisches Köln zum traditionellen „Neujohrsempfang“ eingeladen hatten. Mehr als 280 Persönlichkeiten des Kölner Karnevals, der Redner- und Musikszene, Tanzcorps, sowie der Medien waren der Einladung der „Mafia“ gefolgt und nahmen an der Pflichtveranstaltung für extrem ambitionierte Brauchtumshüter teil.

In seiner Begrüßung verband Rudi Fries (Kölnische KG) als „Baas“ des Literatenstammtisches nicht nur ein herzliches Willkommen, die besten Wünsche fürs neue Jahr und „dreimol Kölle Alaaf“, sondern auch die Nennung zahlreicher Ehrengäste, wie die beiden letzten Gründer des 1961 ins Leben gerufenen Zusammenschlusses Robert Schumann, (Roten Funken) und Hans Völler (Blaue Funken), die beide mittlerweile über 90 Jahre alt sind. Aber auch andere besondere Gäste begrüßte Rudi Fries, wie Ehrenliteraten und -mitglieder, Dr. Joachim Wüst – als einzig anwesendes – Mitglied des Festkomitees, Ludwig Sebus (Grand Senior des Kölsche Fastelovends), Marita Köllner („Et fussisch Julche“), Michael Hehn („Dä Nubbel“), Ralf Knoblich („Dä Knubbelisch vum Klingelpötz“) und den Ausnahmekünstler des Karnevals der Domstadt Jörg Paul Weber (JP Weber), zahlreiche Musiker diverser Bands und Hausherr und ehemalige Kölner Jungfrau René Sion.

In einem kurzen Abriß ließ Rudi Fries nochmals die Geschichte seine Stammtisches Revue passieren und erwähnte hierbei mit lockeren Worten, daß zu einem späteren Zeitpunkt der Besuch der „sessionalen Dreiecksbeziehung ohne wechselseitiges erotisches Interesse“ folgt – womit er frei nach den Worten des Kabarettisten und Entertainers Ferdinand Linzenich -, das designierte Kölner Dreigestirn gemeint war. Zudem hatte sich mit der närrischen Visite des bereits im November proklamierten „Jan un Griet“-Paares weitere hohe Repräsentanten des Kölschen Fasteleers angesagt, die man gerne beim Besuch des designierten Trifoliums mit auf Podium holen wolle.

Während das italienische Gegenstück der Mafia in der ganzen Welt geächtet ist, strahlen der einzigen aktiven Literatin Carmen Fober (Colombina Colonia) und ihren 17 männlichen Kollegen, wie auch den neun inaktiven Programmgestaltern unzählige Sympathien entgegen. Hieraus ergibt sich auch die große Resonanz beim „Neujohrsempfang“ durch Präsidenten, Kommandanten, Schatzmeister und andere wichtige Personen der Gesellschaften als Wiederholungstäter, da die Literaten ganzjährig, mit die wichtigsten Strippenzieher vor und hinter „d´r Britz“ ihrer Vereine sind, die die gefragten und bejubelten Ball- und Sitzungsprogramme zwei bis drei Jahre vor den Veranstaltungen organisieren und sich gegenseitig in allen Belangen helfen und unterstützen.

Vor der Eröffnung des Büfetts mit Kölnischen Leckereien zu frisch gezapftem SION Kölsch, stellte Rudi Fries seine aktiven Mitstreiter vor, die sich übers Jahr mehrfach in Freundschaft treffen und durch den Roten Funk Michael Ströter als Schriftführer informiert und von Udo Koschollek (Bürgergarde „blau-gold“) als Schatzmeister auch mal zur Kasse gebeten werden.

Einen besonders herzlichen Empfang bereitete sodann die Literaten-„Mafia“ mit ihren Gästen den drei Protagonisten des noch designierten Kölner Dreigestirns 2020, die zusammen mit ihren Adjutanten, ihrem Hoffriseur, sowie ihrem Euqipechef und Prinzenführer in den Saal zogen. Nach dem umjubelten Einzug von „Prinz Christian II.“ (Krath), „Bauer Frank“ (Breuer) und „Jungfrau Griet“ (Ralf Schumacher), stellte der Rudi Fries die Adjutantur des Trifoliums vor, wobei hier insbesondere Makus Heller als neuer Prinzenführer und Garry Bininger als neuer Chef der Prinzenequipe benahmt wurde.

Nach den Glück und Segenswünschen für neue Jahr und die Fahrt aufnehmende Session der noch nicht amtierten Kölner Tollitäten, stellte Christian Krath die karitative Initiative des Trifoliums vor, die all jenen Mitmenschen mit Behinderungen gewidmet ist. So verzichten Prinz, Bauer und Jungfrau – wie in Köln üblich – auf persönliche Geschenke und bittet um Spendengelder, wodurch der neue Rosenmontagswagen als Geschenk an das Festkomitee entstehen soll, der ab der kommenden Session ein fester Bestandteil des Kölner „Zoch“ für vorgenannte Klientel wird. Hier hinzu kommt ein weiteres Projekt des neuen Dreigestirns, die Menschen dank sagen möchten, welche im Hintergrund sozial wie karnevalistisch Dinge stemmen, die der Allgemeinheit zu Gute kommen. Mehr hierzu verriet „Prinz Christian II.“ noch nicht, so daß hierbei mit Überraschungen gerechnet werden darf.

Da die drei höchsten närrischen Repräsentanten des domstädtischen Karnevals aus dem Reiter-Korps „Jan von Werth“ stammen, paßte hierzu auch der Besuch des amtierenden „Jan un Griet“-Paares Dirk und Jackie Kenntner, welche dem Literatenstammtisch und ihren Gästen ihre Referenz erwiesen und nach einem „jlöcklich Neujohr“ ihr Motto vorstellten.

Musikalisch untermalt wurde die erste karnevalistische Veranstaltung dieses Jahres durch den Auftritt der Kölner Band „Eldorado“, die somit wenige Stunden nach dem Jahreswechsel wohl die ersten Akteure des Sitzungskarnevals 2020 waren.

Quelle (Text und Fotos): © 2020 Hans-Georg „Schosch“ und Niklas Jäckel/typischkölsch.de
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