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StattGarde Colonia Ahoj: Wegen Corona: Kapitän verläßt die Brücke nicht

Kneied v.l.n.r.: Pia Schumacher – Erster Offizier/Veranstaltungsoffizier, Thorsten Landwehr – Finanzoffizier, Frank Ermen – Offizier für Sponsoring und Marketing, Jörg Esser – Presseoffizier, André Schulz Isfort – Kapitän und Präsident sowie Dieter Hellermann – Crewoffizier

Am Samstag (4. Juli 2020) fand im Hotel Dorint an der Messe die Jahreshauptversammlung der mittlerweile auf 600 Mitglieder gewachsenen StattGarde Colonia Ahoj e.V. statt. Mit strengem Hygienekonzept war die Versammlung nicht nur äußerlich besonders, sondern sie sorgte auch inhaltlich für einen Paukenschlag: Gefolgt von stehenden Ovationen beschloß das Plenum eine Satzungsänderung, die es ermöglicht, in der Cornabedingten Ausnahmesituation die Amtszeit des Präsidenten und der fünf Vorstandsmitglieder um ein Jahr zu verlängern. Die Mitglieder nahmen mit Begeisterung und Erleichterung einstimmig das Angebot der erfahrenen Führungsriege an, den jecken StattGarde-Dampfer bis 2022 in wieder ruhige Fahrwasser zu steuern, um dann einen geordneten Führungs­wechsel vor­zunehmen.

Eigentlich sollte nach der Session 2021, wenn die StattGarde 18 Jahre alt wird, Schluß sein für Präsident André Schulze Isfort. „Dann habe ich ‚mein Baby‘ von der Geburtsstunde bis zur Volljährigkeit als Vorstand und Kapitän begleitet und es wird Zeit, das Steuerrad in neue Hände zu geben“, erklärte das Gründungsmitglied noch Anfang des Jahres. „Doch seitdem die Corona-Pandemie den Kölner Karneval und auch die StattGarde in große Unruhe versetzt, kann ich als Kapitän das Schiff nicht bei dieser rauen See verlassen.“ Auch bei der StattGarde weiß man, daß erst nach Aschermittwoch insbesondere die finanziellen Folgen der ungewissen Corona-Session 2021 erkennbar und wirksam werden. So manche Gesellschaft bangt darum, ob die Einnahmen und Rück­lagen reichen werden, um auch nach Corona bestehen zu können. Umso wichtiger ist es, daß schnellstmöglich die Künstler, Saalbetreiber, Technikdienstleister und veranstaltenden Gesellschaften aufeinander zugehen und mit Transparenz und Fairness verbindliche Kompromisse schließen. Dazu haben die StattGardisten auf ihrer Mitgliederversammlung die Projektgruppe „Plan B“ ins Leben gerufen, die flexible Veranstaltungskonzepte entwickeln wird, damit ihre Sitzungen und Partys auch unter geänderten Rahmenbedingungen durchgeführt werden können.

Des Weiteren hat die StattGarde einstimmig beschlossen, ihren satzungsrelevanten Vereinszweck dahingehend zu erweitern, künftig gezielte Spendenaufrufe zu ermöglichen. Eingeworbene Gelder können somit zweckgebunden als Unterstützung oder Nothilfe an betroffene Dritte gespendet werden.

Bei der StattGarde ist man zuversichtlich, daß die im Verein eingeleiteten Maßnahmen Hand in Hand mit dem Kölner Karneval greifen werden und sich einmal mehr das Kölsche Grundgesetz bewahrheiten wird: Et hätt noch immer jot jejange!

Quelle und Foto: StattGarde Colonia Ahoj e.V.